Die Zoll Auktion

Wer kennt nicht das Internetauktionshaus eBay oder ein Auktionshaus in der näheren Umgebung, doch auch deutsche Behörden wie der Zoll führen im Internet Auktionen, genannt Zoll Auktion, durch. Das Auktionsangebot umfasst eine große Palette vom PkW über Champagner bis hin zu Antiquitäten. Im Prinzip versteigert der Zoll alles, was durch Pfändung oder Beschlagnahme in seine Hände gelangt. Zu den bei einer Zoll Auktion im Angebot befindlichen Gegenständen gehören auch solche, an denen die Länder und Gemeinden, Anstalten und Stiftungen bestimmte Rechte (Eigentum- und Pfandrechte) erworben haben und die verwertet werden sollen.

Neben beschlagnahmten Sachen werden auch Dinge versteigert, die von verschiedenen Verwaltungen (Polizeifahrzeuge, Bundeswehrzubehör) ausgesondert wurden. Bei einer Zoll Auktion werden spezielle beschlagnahmte Waren nicht angeboten. Diese werden entweder vernichtet oder bei öffentlichem Interesse in andere Zuständigkeiten übergeben. Beschlagnahmte Zigaretten und andere Tabakwaren sind ohne Steuerbanderole immer illegal und werden verbrannt. Vernichtet werden auch eingezogene Drogen. Waffen, sofern sie nicht Kriegswaffen darstellen, werden von der Bundesfinanzdirektion Südwest verwertet. Tiere und Pflanzen gehen an Zoos und Tierparks. Tote Tiere und Pflanzen erhalten öffentliche Einrichtungen (Schulen, Museen, Universitäten).

Bei Zoll Auktionen kann man auch via Internet mitbieten

Bei Zoll Auktionen kann man auch via Internet mitbieten

Bei einer Zoll Auktionwerden Artikel via Internet zu einem Mindestgebot angeboten. Wer ein Gebot abgeben will, muss sich vorher registrieren. Die jährlichen Auktionen haben die Tausendermarke schon längst überschritten. Die Bieterzahl geht in die Hunderttausende. Nach der Online-Registrierung kann der Mitbieter eine Zoll Auktion auswählen und sein Maximalgebot eintragen. Das jeweilige Gebot muss wenigstens in Höhe des Minimalgebotes abgegeben werden. Wessen Gebot bei der Zoll Auktion nach Ablauf der Auktionsdauer das Höchstgebot darstellt, der wird per E-Mail über den erhaltenen Zuschlag benachrichtigt. Der Anbieter der Versteigerungssache erhält ebenfalls eine E-Mail mit der Mitteilung wer den Zuschlag erhalten hat. Der Meistbietende einer Zoll Auktion zahlt nach der Versteigerung den Zuschlagspreis. Danach kann er seine ersteigerte Ware in Empfang nehmen. Bestimmte Sachen können auch per Post zugestellt werden.

Wer ersteigerte Sachen nicht bezahlt und abholt, wird dennoch zur Kasse gebeten. Der Ersteigerer haftet für einen Mindesterlös einer erneuten Versteigerung. Er muss dafür zusätzlich noch Zinsen zahlen. Auf eine Beteiligung an einem etwaigen Mehrerlös darf er nicht hoffen. Außerdem wird ihm das Mitbieten bei einer weiteren Zoll Auktion verwehrt. Wer einmal ein Gebot bei einer Zoll Auktion abgegeben hat, ist daran gebunden. Erst wenn ein höheres Gebot abgegeben wird, ist er davon befreit. Beachtet werden sollte, dass es bei einer Zoll Auktion kein Widerrufsrecht gibt. Da der Anbieter nicht gewerblich handelt, trifft hier das Fernabsatzgesetz mit seinen Widerrufsregelungen nicht zu.

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