Was ist eine Auktion?

Wenn Marktteilnehmer Gebote abgeben, um damit den Preis für einen angebotenen Gegenstand zu finden, nennt man diese Marktveranstaltungen Auktionen. Ein klar definiertes Regelwerk ist die Grundlage der Durchführung von organisierten Auktionen.

Es werden mehrere Arten von Auktionen in unterschiedlichen Formen durchgeführt. Werden Gebote lediglich von Kauf- oder von Verkaufsinteressenten abgegeben, ist das eine einseitige Auktion. Bei zweiseitigen Auktionen, geben sowohl der Käufer als auch der Verkäufer Gebote ab. Eine Zusammenführung erfolgt bei passenden Geboten. Bei offenen Auktionen wissen Bieter, was andere Teilnehmer geboten haben. Das Gegenteil ist bei einer verdeckten Auktion der Fall. Hier werden die Gebote beispielsweise in einem Umschlag abgegeben. Bietkonkurrenten kennen die Bietsumme anderer Bieter nicht. Die englische Auktion gehört zu den klassischen und bekannten Auktionen. Bekannt ist vor allem Sothebys als Organisator und Durchführer von Versteigerungen. Hier wird ein Mindestpreis festgelegt. Nachfolgend abgegebene aufsteigende Gebote beendet ein Timeout (eins, zwei, drei und Zuschlag) oder eine festgelegte Deadline (zeitliche Begrenzung). Der letzte Bieter bekommt den Zuschlag. Die Abgabe der Gebote erfolgt offen und zum jeweils genannten Zeitpunkt. Jeder Teilnehmer beziehungsweise Bieter kennt das aktuelle Höchstgebot und kann entsprechend erhöhen.

Auktionen gewinnt immer derjenige, der den Zuschlaf erhält

Auktionen gewinnt immer derjenige, der den Zuschlag erhält

Bei der holländischen Auktion nennt der Auktionator jeweilige Beträge von oben herab. Der Erste, der auf das genannte Angebot eingeht, erhält den Zuschlag. Bekannt ist die Auktionsart bei Geschäften mit Blumen, Eier und Zierpflanzen. Der Auktionator kann immer vorzeitig abbrechen, falls der Preis ein zu tiefes Niveau erreicht. Bei japanischen Auktionen sieht das Regelwerk feste Erhöhungen vor, die der Bieter mitgehen muss, um im Geschäft zu bleiben. Den Zuschlag erhält der letzte Bieter. Die amerikanische Versteigerung stellt einen Sonderfall von Auktionen dar. Hier wird zu Gunsten gemeinnütziger Zwecke gesteigert. Der Bieter bezahlt einen jeweiligen Differenzbetrag (sein Gebot und dem des Vorgängers) sofort. Dadurch kommt es zu vergleichsweise hohen Einnahmen. Seit es das Internet gibt, haben sich Online-Auktionen etabliert. Der Vorteil von Auktionen via Internet liegt klar auf der Hand. Wer einen Rechner und eine Internetverbindung hat, kann an Auktionen teilnehmen. Auktionen können über einen längeren Zeitraum laufen. In der Regel reicht die Registrierung bei einem Auktionsveranstalter, um Gebote abgeben und sich auf dem Laufenden halten zu können. Zu den Nachteilen dieser Auktionen gehört, dass Bieter die Ware erst nach dem Bezahlen erhalten und als Original in Anschein nehmen können. Online-Auktionen wenden sich an unterschiedliche Zielgruppen. Dabei werden private und gewerbliche Anbieter und Bieter in allen möglichen Kombinationen zusammengeführt.

Ein in Deutschland sehr bekannter Auktionator ist eBay, der sogenannte C2C-Auktionen durchführt. C2C-Auktion bedeutet hier, dass private Personen Waren zur Versteigerung anbieten. Wenn Unternehmen Auktionen für Unternehmen anbieten, nennt man das B2B-Auktion. In beiden Fällen handelt es sich nicht um eine Versteigerung im rechtlichen Sinne.

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